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Kernseife als Shampoo für die Haare

Viele Jahrhunderte lang gab es nur Seife: zum Waschen der Haare, zum Baden, zum Duschen. Durch die industrielle Herstellung synthetischer Tenside nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Seife allerdings nach und nach unwichtiger. Erst in den vergangenen Jahren findet eine Rückbesinnung statt und Kernseife als natürliche Alternative zu Shampoo und Duschgel rückt wieder vermehrt in den Fokus der Öffentlichkeit. Doch wie gut kann man seine Haare wirklich mit Kernseife waschen?

Kernseife statt Shampoo

Viele Verbraucher möchten wieder verstehen, was sie sich eigentlich täglich in die Haare schmieren. Handelsübliche Shampoos aus der Drogerie oder dem Supermarkt enthalten oft mehr als 20 chemische Inhaltsstoffe, darunter  Konservierungsmittel, Duftstoffe, Stabilisatoren, Schaumbildner und vieles mehr. Viele dieser Stoffe stehen im Verdacht, Allergien auszulösen. Noch schlimmer: viele Inhaltsstoffe, die in den vergangenen Jahren ganz selbstverständlich in Shampoos eingesetzt wurden, sind mittlerweile sogar verboten, weil sie im Verdacht stehen, krebserregend zu sein (z.B. Parabene). Die meisten waschaktiven Substanzen in einem handelsüblichen Shampoo werden aus Erdöl hergestellt und sind damit nicht wirklich nachhaltig. Alles Fakten, die zum Nachdenken anregen.

Auch wenn die Reinigungswirkung handelsüblicher Shampoos meist gut ist, gibt es somit zahlreiche offene Fragen bezüglich ihrer Verträglichkeit, Toxizität und Nachhaltigkeit. Aus dieser Motivation heraus ist es nur verständlich, dass vermehrt eine Rückbesinnung auf natürliche Alternativen stattfindet. Und die einfachste Lösung heißt dabei Kernseife.

Kernseife zum Waschen der Haare

Um die Frage vom Anfang zu beantworten: natürlich kann man seine Haare mit Kernseife waschen –  sehr gut sogar. Noch die Generation unserer Großeltern nutzte Kernseife an Stelle eines Shampoos und auch in vielen Teilen dieser Welt ist Seife nach wie vor erste Wahl zum Haare waschen. Wer aktuelle Shampoos von L’Oreal oder Nivea gewohnt ist, muss bei der Umstellung allerdings ein paar Dinge beachten:

  • Ein handelsübliches Shampoo besteht vor allem aus Wasser, ist also stark verdünnt. Kernseife hingegen ist hochkonzentriert, so dass man beim Waschen der Haare mit Kernseife nur einen Bruchteil der sonst üblichen Menge benötigt. Auch in stark verdünnter Form löst Kernseife effektiv Fett und Schmutz aus dem Haar und der Kopfhaut.
  • Das Einschäumen der Haare mit Kernseife ist anfangs etwas ungewohnt. Damit die Kopfhaut und alle Haare gleichmäßig benetzt werden, braucht es (je nach Frisur und Länge der Haare) etwas Übung. Nur Geduld…

Probleme kann es geben, wenn das zum Waschen der Haare verwendete Wasser sehr hart ist, also viel Kalk enthält. Das im Kalk enthaltene Metall Calcium hat die unangenehme Eigenschaft, mit den Fettsäuren der Kernseife unlösliche Salze zu bilden, sogenannte Kalkseifen. Diese können sich dann wie ein weißer Film über das Haar legen, der das Haar schwer und glanzlos erscheinen lässt.  Aber auch dagegen kann man etwas tun:

  • Das Herstellen einer Flüssigseife mit destilliertem Wasser
  • Eine saure Haarspülung mit Apfelessig
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